Wenn es auf dem Meeresgrund so etwas wie einen Laufsteg geben sollte, stünden die Krusten- und Schalentiere zweifellos in vorderster Reihe: Keine anderen Meeresfrüchte werfen sich so in Schale! Und wer dieselbe knackt, wird mit einer Fleisch-Delikatesse der Extraklasse belohnt. Es ist zart, fest und unglaublich aromatisch.

Bevor es jedoch soweit ist, muss der Schatz erst mal „gehoben“ werden. Und das macht den einen oder anderen Handgriff erforderlich. Tony Holmes, Seafood-Spezialist im GOSCH Fisch-Bistro in Westerland auf Sylt, bringt das nötige Fingerspitzengefühl mit und zeigt Ihnen, was bei den einzelnen Meeresfrüchten zu beachten ist.


Hummer
Nachdem der Hummer gekocht worden ist (der Panzer verfärbt sich rot), sollte er kurz in Eiswasser gelegt werden. Der Garprozess wird gestoppt und das Fleisch lässt sich leichter herauslösen.

Riesengarnele
Wer frische Garnelen zubereitet, muss vorher den Darm entfernen (bei GOSCH Garnelen ist das schon geschehen). Tiefgefrorene Garnelen können in einem Sieb aufgetaut werden; anschließend die Krustentiere kurz unter fließendem Wasser abspülen.

Miesmuschel
Frische Muscheln aus dem Handel sollten stets geschlossen sein. Sind sie es einmal nicht, genügt der Klopftest: Schließt sich die Muschel, lebt sie noch und kann verarbeitet werden. Bleibt sie offen, gleich aussortieren. Wichtig: Bei gekochten Muscheln gilt die umgekehrte Regel: Noch geschlossene Exemplare dürfen nicht gegessen werden.

Auster
Das Öffnen einer Auster erfordert etwas Geschick, einen Schutzhandschuh und ein spezielles Austernmesser. Die Auster mit der gewölbten Seite nach unten festhalten und mit der Messerspitze den Schließmuskel durchtrennen.