„Quatsch kommt von quatschen…“
Anekdoten aus „Jünnes“ Tagebuch
Häufig werde ich von meinen Gästen gefragt: „Sag mal, Jünne, warum komm ich eigentlich immer wieder zu dir?“ Und dann lachen sie meistens und klopfen mir auf die Schulter, womit die Frage bereits beantwortet ist: Sie kommen wegen der netten, ungezwungenen Atmosphäre, die seit jeher so typisch ist für GOSCH. Und zu erzählen gibt es wirklich vieles – vor allem Lustiges.
Die „Wahre Fischsuppe“ – Regeln sind ja gut und schön, aber manchmal muss man sie auch umgehen. Nach dieser Devise jedenfalls ist meine „Wahre Fischsuppe“ entstanden,
damals in den frühen Siebzigern. Zu der Zeit war es nämlich so, dass ich außer Bier keine alkoholischen Getränke in meiner „Nördlichen Fischbude“ verkaufen durfte. Aber mal ehrlich: Eine Fischbude am Meer – ganz ohne Schnaps? Das geht einfach nicht! Also nahm ich meine kleinen Plastikschälchen, füllte sie mit einer ordentlichen Portion Korn und versüßte diese „Speise“ mit einem Spritzer Brause. Geboren war meine „Wahre Fischsuppe“. Manche haben allerdings gleich mehrfach nachbestellt – mit höchst erstaunlichen Folgen. Einmal etwa setzte sich ein solcher Gast in ein bestelltes Taxi, in dem der Taxifahrer unvorsichtigerweise den Schlüssel stecken gelassen hatte. Zum Glück fuhr der Mann nur dreißig Meter weit – und wurde, zum Dank für diese Lektion, vom Taxifahrer gratis nach Hause kutschiert.


